Postbank Depot Test: Kosten, Depoteröffnung, Login und Komfort im Alltag

Postbank Depot Test - Startansicht des mobilen Brokerage Gesamtnote3.3 / 5

Die Postbank ist Deutschlands größte Filialbank. Deshalb gehört ihr Depot erwartungsgemäß nicht zu den billigsten Wertpapiershops. Aber was hat es der Konkurrenz aus dem Lager der Online Broker dann entgegen zu setzen? Das findet unser Postbank Depot Test heraus.

In diesem Erfahrungsbericht werfen wir einen Blick auf die realen Kosten und die Sicherheit des eingezahlten Gelds. Ferner testen wir die Depoteröffnung, das Login sowie die Alltagstauglichkeit des Postbank Depots.

Was wird geboten?

  • Kostenlose Depoteröffnung
  • Ab 9,95 € Orderprovision
  • Günstige ETF-Sparpläne
  • Niedrige Fondsgebühren
  • Auszahlpläne möglich

Postbank Depot Kosten

Mit unserem Gebührenrechner kannst du leicht die Orderprovision des Brokers ermitteln. Gib einfach an, wieviele Transaktionen (Käufe und Verkäufe) und wieviele Sparpläne du im Monat ausführen möchtest.

55,65 €
Orderprovision für Aktien und ETFs zzgl. Fremdkosten / Sonderangebote und Rabatte nicht berücksichtigt / Irrtümer und Änderungen vorbehalten

Aktien und ETF’s relativ teuer – bis auf eine Ausnahme

Ein Blick in die Vergleichstabelle zeigt: Das Postbank Depot zählt nicht gerade zu den günstigsten Shops für Aktien und ETF’s. Allerdings gibt es eine Ausnahme, nämlich die ETF-Sparpläne. Hier rangiert es mit 0,90 € pro Trade unter den Banken ganz vorn und steckt sogar einige Online Broker in die Tasche. Für preisbewusste ETF-Sparer ist die Postbank also durchaus eine Empfehlung.

Wer jedoch häufiger Aktien, Zertifikate oder auch einzelne ETF-Positionen handelt, sollte die Kosten unbedingt im Blick behalten. Bei einem Kauf im Wert von 2.800 € werden beispielsweise 29,95 € Orderprovision fällig. Hier solltest du abwägen, wie oft du kaufst und verkaufst. Solange du die Positionen über mehrere Jahre hältst, ist die Gebühr zu verkraften. Jedoch bei häufigem Rein-und-raus wird sie sich bemerkbar machen.

Gebühren für Beispielkäufe ausgerechnet

Tesla
für 1.000 €
Apple
für 2.500 €
SAP
für 5.000 €
VW
für 10.000 €
Bayer
für 20.000 €
9,95 €17,95 €29,95 €39,95 €54,95 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €
5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €
4,00 €4,00 €5,00 €10,00 €20,00 €
10,00 €10,00 €10,00 €10,00 €25,00 €
8,99 €11,24 €17,49 €29,99 €54,99 €
9,90 €11,15 €17,40 €29,90 €54,90 €
9,95 €11,20 €17,45 €29,95 €54,95 €
50 €
im Monat
100 €
im Monat
250 €
im Monat
500 €
im Monat
1.000 €
im Monat
0,90 €0,90 €0,90 €0,90 €0,90 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
1,00 €1,00 €1,00 €1,00 €1,00 €
0,80 €0,80 €0,80 €1,00 €2,00 €
1,50 €1,50 €1,50 €1,50 €1,50 €
0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €15,00 €
0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €15,00 €
1,25 €2,50 €6,25 €12,50 €25,00 €
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MDAX
für 1.200 €
S&P 500
für 8.000 €
DAX
für 16.000 €
Nasdaq
für 24.000 €
MSCI World
für 50.000 €
9,95 €39,95 €54,95 €54,95 €69,95 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €
5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €
10,00 €10,00 €25,00 €25,00 €25,00 €
4,00 €8,00 €16,00 €24,00 €50,00 €
8,99 €24,99 €44,99 €54,99 €54,99 €
9,90 €24,90 €44,90 €59,90 €59,90 €
9,95 €24,95 €44,95 €64,95 €69,00 €
Orderprovision für Aktien und ETFs zzgl. Fremdkosten / Sonderangebote und Rabatte nicht berücksichtigt / Irrtümer und Änderungen vorbehalten

Die Gebührenstaffel der Postbank

Eine Besonderheit, die beim Postbank Depot Test auffiel, ist die relativ breite Staffel der Orderprovisionen. Diese reicht von 9,95 € bis 79,95 € und unterscheidet zwischen inländischen sowie ausländischen Handelsplätzen. Dadurch sollen die Kosten gerechter verteilt und das Handeln kleinerer Positionen gefördert werden.

Kaufst du beispielsweise Aktien von Firma A im Wert von 1.000 € über die deutsche Plattform Tradegate, so zieht die Postbank 9,95 € Provision direkt bei der Ausführung von deinem Anlagekonto ein.

Verkaufst du diese Aktien nach einiger Zeit mit einem Gewinn von 25 % zum Gesamtwert von 1.250 €, dann fallen 17,95 € Provision an, da die Staffelgrenze überschritten wurde. Also hast du insgesamt 27,90 € Provision an die Postbank gezahlt – mehr als 10% deines Gewinns.

InlandAusland
bis 1.200 €9,95 €32,95 €
bis 2.600 €17,95 €39,95 €
bis 5.200 €29,95 €49,95 €
bis 12.500 €39,95 €59,95 €
bis 25.000 €54,95 €69,95 €
über 25.000 €69,95 €79,95 €
Postbank Order-Provisionen beim Online-Handel / Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Beim Kauf von Investmentfonds sparen

Wer statt auf ETF’s lieber auf klassische Fonds setzt, der findet in der Preisliste der Postbank die sogenannten Kommissionsentgelte. Als üblich gelten bei Investmentfonds je nach Kategorie Ausgabeaufschläge zwischen 3 % und 5 %.

Hingegen rief die Bank im Postbank Depot Test ein Entgelt von nur 1,25 % z.B. für Aktienfonds im Internet-Handel auf. Dies ist relativ günstig. Allerdings gibt es auch hier Online-Plattformen, bei denen man Fonds noch preiswerter oder gänzlich ohne Ausgabeaufschlag ordern kann. Übrigens: Am Telefon oder in der Filiale wird der Fonds-Handel deutlich teurer.

Kommissionsentgelt
Aktienfonds1,25 %
Mischfonds1,25 %
Immobilienfonds1,25 %
Rentenfonds0,75 %
Geldmarktfonds0,00 %
Postbank Kommissionsentgelte für Investmentfonds beim Online-Handel / Änderungen und Irrtümer vorbehalten

Depoteröffnung und -führung kostenfrei

Für die reine Depotführung fallen keine Gebühren an. Mit dem Depot eröffnet die Postbank ein Anlagekonto, das sie ebenfalls kostenfrei führt – solange du es nicht überziehst. In diesem Fall schlagen Überziehungszinsen von 12,75 % zu Buche.

Auf das Anlagekonto werden Beträge von anderen Girokonten zu- und abgebucht. Sollte sich hier ein Guthaben von 100.000 € oder mehr ansammeln, erhebt die Postbank einen Negativzins von 0,5 % pro Jahr (gilt für Neukunden ab dem 18.05.2020). Das tun bisher nur wenige Anbieter. Wir werden uns jedoch wohl daran gewöhnen müssen.

Orderstreichungen gratis, Änderungen kostenpflichtig

Die Postbank erhebt keine Gebühren, wenn eine Order durch ein nicht erreichtes Limit unausgeführt bleiben sollte. Dann verfällt der Auftrag einfach. Ebenso sind Orderstreichungen kostenfrei.

Anders verhielt es sich in unserem Postbank Depot Test, wenn wir einen noch nicht ausgeführten Kauf- oder Verkaufsauftrag ändern wollten. Dann erhebt die Postbank Gebühren für inländische Börsen in Höhe von 2,50 € und für ausländische Börsen in Höhe von 4,50 €. Also: Besser die Order streichen und neu absenden.

Kosten2.0 / 5

Das Postbank Depot ist wahrlich kein Schnäppchen. Zwar ist die Depotführung kostenfrei. Aber die Ordergebühren erreichen bei häufigem Traden schnell eine relevante Höhe. Umso bemerkenswerter ist, dass die Postbank bei ETF-Sparplänen mit einem richtig günstigen Angebot daher kommt. Und auch bei den klassischen Investmentfonds können sich ihre Preise sehen lassen.


Einlagensicherung

Die Postbank ist die Hausbank der deutschen Post. Sie gehört jedoch einem ganz anderen Konzern – nämlich der Deutschen Bank. Mit ihr ist die Postbank im Jahr 2018 verschmolzen.

Wie alle deutschen Banken ist auch die Postbank Mitglied einer Entschädigungseinrichtung. Demzufolge wird das eingezahlte Vermögen im Insolvenzfall bis zu einem Höchstbetrag von 100.000 € pro Kunde erstattet. Also ist das Guthaben bis zu dieser Grenze auf dem Anlagekonto abgesichert.

Dementgegen gilt das angelegte Kapital – also die im Depot befindlichen Aktien, Fonds, Zertifikate usw. – als Sondervermögen. Es darf im Fall einer Insolvenz der verwahrenden Bank nicht in die Insolvenzmasse fließen.

Zusatzschutz in Milliardenhöhe

Zusätzlich zur Einlagensicherung in Höhe von 100.000 € ist die Postbank ein freiwilliges Mitglied des Bundesverbandes deutscher Banken. Dieser Verband wird durch die regelmäßige Zahlung der Teilnehmer finanziert. Er sichert im Gegenzug das Vermögen der Kunden bis zu einem Höchstbetrag ab. Im Jahr 2019 betrug dieser 1,24 Milliarden Euro pro Kunde.

Drei gute Gründe sprechen also gegen den möglichen Verlust des eingezahlten sowie angelegten Vermögens durch die Zahlungsunfähigkeit deines Brokers:

  • Erstens: Die Postbank gehört zu Deutschlands größtem Bankhaus, wodurch das Risiko einer Insolvenz als gering eingestuft werden kann
  • Zweitens: Der für deutsche Banken vorgeschriebene Einlagensicherungsfonds schützt dein Cash-Konto bis 100.000 €
  • Drittens: Zusätzlich ist dein Vermögen bis über 1 Mrd. € durch den Bundesverband deutscher Banken abgesichert

Das alles bewahrt dich natürlich nicht vor möglichen Verlusten z.B. durch die Insolvenz eines Unternehmens, von dem du Aktien besitzt. Aber es sichert dich für den Fall ab, dass dein Broker, also die Postbank, pleite gehen sollte.

Risiko4.5 / 5

Gegen den Verlust wegen der Insolvenz des Brokers bietet das Postbank Depot die bestmögliche Absicherung. Der Einlagensicherungsfonds, die freiwillige Verbandsmitgliedschaft und die finanzstarke Muttergesellschaft reduzieren dieses Risiko sehr. Viele der günstigeren Konkurrenten können nur mit einem dieser drei Argumente aufwarten. Gut gemacht, Postbank!


Depot eröffnen

Eröffnung für Neukunden

Als neuer Kunde beauftragst du die Eröffnung deines Depots in einem Online-Formular auf der Website der Postbank. Hier werden auch die vorgeschriebenen Fragen zu deinen Erfahrungen mit Wertpapieren gestellt. Außerdem gibst du hier dein Referenzkonto an, das für Gutschriften und Abbuchungen genutzt werden soll.

Hast du alle Fragen in dem Online-Formular beantwortet, dann kannst du den Auftrag ausdrucken und damit zu einer Postfiliale deiner Wahl gehen. Dort wird das obligatorische PostIdent-Verfahren durchgeführt. Dabei stellt der freundliche Mitarbeiter am Schalter deine Identität fest. Somit sind alle Formalitäten erledigt und du findest nach ein paar Tagen die Unterlagen sowie die Zugangsdaten für dein frisches Postbank Depot in deinem Briefkasten.

Etwas schade ist, dass die Postbank keinen elektronischen Weg für das Ident-Verfahren anbietet. Die Post hätte mit der PostIdent App eine sehr gute digitale Lösung dafür, die von anderen Brokern bereits genutzt wird. Den Postbank-Kunden bleibt jedoch keine Alternative zum Besuch in der Filiale. Das ist nicht unbedingt zeitgemäß.

Eröffnung für Bestandskunden einfacher

Wer bereits ein Konto bei der Postbank hat, für den ist die Eröffnung eines Depots noch etwas leichter. Auch als Bestandskunde wirst du nach dem Login von einem Formular befragt.

Da du der Postbank jedoch schon bekannt bist, sind viele Felder bereits ausgefüllt. Außerdem entfällt für dich das PostIdent-Verfahren und somit der Gang in die Postfiliale.

Fragebogen für die Eröffnung eines Postbank Depots
Postbank Depot eröffnen: Online-Formular ausfüllen – und das war’s.

Depotwechsel zur Postbank

Die Postbank bietet einen kostenfreien Depotwechselservice an. Wenn du also mit einem kompletten Wertpapierdepot von einem anderen Broker zur Postbank umziehen möchtest, dann übernimmt die Postbank alle Formalitäten für dich. Jedoch stand dieses Feature für unseren Postbank Depot Test leider nicht online zur Verfügung. Es ist nur in der Postbank-Filiale möglich.

Eröffnen3.0 / 5

Ein Postbank Depot ist schnell eingerichtet. Sowohl Neukunden, als auch diejenigen, die bereits ein Konto bei der Postbank haben, erledigen das mit ein paar Klicks per Online-Formular. Einen Punkt Abzug gibt es, weil die Postbank kein zeitgemäßes Video-Ident-Verfahren anbietet. Obwohl mit der guten PostIdent App eines im Konzern bereit stünde.


Login und TAN

Für die Anmeldung beim Postbank Depot und für das Erteilen von Aufträgen wird das sogenannte 2-Faktor-Verfahren eingesetzt. Hierbei nimmst du ein zweites Gerät (in der Regel ein Smartphone) zur Hilfe, um dich als Depotbesitzer zu erkennen zu geben.

Das einfache Login mit Passwort sowie die TAN-Verfahren per TAN-Block oder SMS sind nach den heutigen EU-weiten Standards nicht mehr sicher genug. Die Postbank setzt auf das Verfahren BestSign.

So funktionierte BestSign im Postbank Depot Test

Zunächst musst du auf deinem Handy ein BestSign-Profil erstellen. Dafür installierst du entweder die BestSign App oder die App Postbank Finanzassistent. Dort findest du die Funktion „BestSign anlegen“. Ich empfehle den Finanzassistenten, denn er hat noch ein paar mehr interessante Funktionen für Depotbesitzer.

Nachdem du in einer der beiden Apps ein BestSign-Profil angelegt hast, erhältst du eine sogenannte Seal-One-ID. Diese hinterlegst du im Online-Brokerage der Postbank unter dem Menüpunkt „Sicherheitsverfahren“.

Und schon ist dein Handy als Schlüssel für deine künftigen Depot-Aktivitäten aktiviert.

Postbank Login auf dem Desktop-PC

  1. Auf der Postbank Website gibst du deine Postbank-ID ein.
  2. Die Bestsign-App bzw. der Postbank Finanzassistent bitten dich, den Anmeldeversuch zu bestätigen. Dies geschieht, indem du einfach dein Handy entsperrst – in der Regel über die Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung.
Postbank Depot Test: BestSign in Aktion
Während des Logins wird auf dem Smartphone eine mehrstufige Prüfung durchlaufen.

Nach der erfolgreichen Prüfung auf deinem Smartphone kannst du dich wieder dem Desktop-PC zuwenden, auf dem du nun eingeloggt bist.

Das Login auf dem Smartphone

Auf dem Handy funktioniert der Login-Vorgang ganz ähnlich. Nur dass hier der mobile Webbrowser die Rolle das Desktop-Rechners übernimmt.

  1. Im mobilen Webbrowser zunächst die Postbank-ID eintippen
  2. Daraufhin die BestSign App oder den Postbank Finanzassistenten aufrufen und die Prüfung anstoßen

Schon während der laufenden Prüfung, die in der Regel 1 bis 3 Sekunden dauert, kannst du zurück in den mobilen Webbrowser wechseln. Hier bist du nach kurzer Wartezeit eingeloggt.

Aufträge mit BestSign freigeben

Wo früher eine TAN eingetippt oder auf eine SMS gewartet werden musste, kommt heute das sichere 2-Faktor-Verfahren zum Einsatz. Jeden Auftrag schließt du mit einer Bestsign-Prüfung auf deinem Smartphone ab – ganz genau wie das oben beschriebene Login. Das funktioniert so:

  1. Die nötigen Angaben für die Order vollständig ausfüllen
  2. Vor dem kostenpflichtigen Absenden des Auftrags kannst du ein Bestsign-Gerät wählen. Voreingestellt ist das zuletzt verwendete Handy.
  3. Nach dem Absenden des Auftrags erscheint auf diesem Gerät eine Push-Nachricht der Bestsign App oder des Postbank Finanzassistenten. Tippe einfach darauf und die App öffnet sich.
  4. Hier kannst du noch einmal die wesentlichen Daten des Auftrags checken und ihn dann freigeben.
  5. Wenn du nun in deinen Webbrowser zurück wechselst, dann sollte der Auftrag bereits ausgeführt sein, wovon du dich mit einem Blick ins Orderbuch überzeugen kannst.
Verkaufsorder beim Postbank Depot mit BestSign freigeben
Verkaufsorder kurz vor dem Absenden: Links kann eins von mehreren BestSign-Geräten als Schlüssel gewählt werden.
Login3.0 / 5

Mit BestSign hat die Postbank ein leicht zu bedienendes und zukunftsfähiges Sicherheitsverfahren am Start. Es ist zwar etwas komplizierter in der Einrichtung. Hat man jedoch die erste Hürde genommen, dann sind das Login sowie die Freigabe von Aufträgen künftig ohne Tippen von Passwörtern oder TANs möglich. Das macht Spaß, besonders wenn man unterwegs ist. Jedoch muss man das BestSign-Verfahren für jedes Login sowie jeden Auftrag durchlaufen. Eine Session-TAN wird leider nicht angeboten.


Alltag

Übersichtlich und einfach zu bedienen

Das Postbank Depot präsentiert sich nach dem Login mit einer sehr aufgeräumten und aufs wesentliche reduzierten Oberfläche. Alle Funktionen, die du als Privatanleger benötigst, sind jederzeit leicht zu finden und zu handhaben.

Postbank Depot: Sehr aufgeräumte und übersichtliche Depot-Darstellung
Aufgeräumtes Webdesign bei der Postbank. Alle wichtigen Funktionen sind sichtbar, ohne dass der Bildschirm überladen wirkt.
Die Postbank bietet keine Broker-App. Jedoch lässt sich das Web Brokerage gut auf dem Smartphone benutzen.
Dank repsonsivem Webdesign passt sich die Website perfekt dem Smartphone an.

In der Depot-Übersicht (siehe Fotos) findest du beispielsweise alle Einzelwerte deines Depots mit den zugehörigen Kursdaten und Buttons für den Nachkauf, den Verkauf sowie detaillierte Wertpapierinfos und Charts.

Drei Dinge, die mir beim Postbank Depot besonders gut gefallen:

  • Erstens: Die Depotauswertung zeigt auf Wunsch eine Tortengrafik mit den einzelnen Kategorien Aktien, ETF, Optionsscheine und mehr. Hier behältst du die Wichtung deines Depots im Blick.
  • Zweitens: Die Wertpapierinformationen sind ein zwar kompaktes, aber sehr hilfreiches Recherchetool, das Einsteiger verstehen und das auch auf dem Smartphone Spaß macht.
  • Drittens: Das Postbank Depot unterstützt Auszahlpläne. Von geeigneten Fonds kannst du dir regelmäßig eine bestimmte Summe gutschreiben lassen. Deine Auszahlpläne verwaltest du komfortabel im Online-Brokerage.

Riesen-Auswahl an Wertpapieren und Börsen

Bei den Wahlmöglichkeiten an Wertpapieren und Handelsplätzen spielt das Postbank Depot vorn mit. Zehn deutsche Börsen sind handelbar, einschließlich der elektronischen Handelsplätze sowie der Parkettbörsen. Auch die wichtigsten internationalen Handelsorte sind dabei.

Wer sich nicht sicher ist, bei welcher Börse er ordern soll, dem nimmt die Postbank mit der Einstellung „Best execution“ die Entscheidung ab.

Handelsplätze beim Postbank Depot
Kauf einer Apple-Aktie: Zehn deutsche Handelsplätze werden angeboten – die elektronischen wie die klassischen.

Ebenso wie die Handelsplätze ist auch die Auswahl an Wertpapieren vorbildlich.

Keine App, trotzdem mobil sehr gut nutzbar

Bei der mobilen Nutzung setzt die Postbank nicht wie viele ihrer Konkurrenten auf eine Trading-App. Stattdessen rufst du einfach die Website im mobilen Webbrowser auf. Das funktioniert in der Praxis prima, denn die Web-Oberfläche wurde optimal für die regelmäßige Nutzung auf dem Smartphone angepasst.

Dennoch findet sich im Appstore die App Postbank Finanzassistent. Diese App empfehlen wir zu installieren. Zum einen dient sie als Schlüssel für das BestSign-Verfahren (siehe oben). Zum anderen bietet sie einen guten, schnellen Überblick über den Depotbestand. Nur zum Handeln ist sie mangels entsprechender Funktionen nicht geeignet – leider.

Alltag4 / 5

Die Bedienung des Postbank Depots in der Praxis ist tadellos. Alle wichtigen Funktionen zum Traden und ausführliche Informationen zu den Wertpapieren waren in unserem Postbank Depot Test vorhanden. Das Angebot an Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Zertifikaten ist umfangreich. An fast allen deutschen und den wichtigen internationalen Börsen kann gehandelt werden. Das Fehlen einer Brokerage-App trübt den Gesamteindruck des Postbank Depots etwas. Zum Glück lässt sich das Web-Brokerage prima auf dem Smartphone bedienen.


Fazit

Für wen eignet sich das Postbank Depot?

Anleger mit etwa 1 Trade im Monat

Persona für Smart Investor

Ampel für Smart InvestorFür den sicherheitsorientierten Anleger, der mit wenigen gezielten Käufen pro Jahr eine Altersvorsorge aufbauen möchte, ist das Postbank Depot eine sehr gute Wahl. Z.B. ist ein ETF-Sparplan für geringe Gebühren zu haben. Ebenso ist mit dem Depot gut beraten, wer ein Girokonto bei der Postbank hat. Denn er hat alle seine Finanzen mit einem Login im Blick. Zudem profitiert er von Ein- und Auszahlungen in Echtzeit.

Anleger mit 2 bis 5 Trades im Monat

Persona für Active Investor

Ampel für Active InvestorEbenso bietet sich das Postbank Depot für aktivere Privatanleger an. Die Auswahl an Handelsplätzen ist sehr groß. Entsprechend vielfältig gestaltet sich auch das Angebot an Wertpapieren. Somit hast du mehrere ETFs auf ein und denselben Index zur Auswahl und kannst dich für den günstigsten entscheiden. Das Web-Brokerage ist übersichtlich gestaltet und macht besonders zusammen mit einem Postbank Girokonto Sinn.

Anleger mit 6 bis 20 Trades im Monat

Persona für Easy Trader

Ampel für Easy TraderObwohl die Auswahl und die Sicherheit für das Postbank Depot sprechen, sollten ambitionierte Anleger die Gebühren im Blick behalten. Abgesehen von der Orderprovision können auch die Fremdkosten das Handeln unter Umständen zu einem teuren Vergnügen machen. Hier wäre es eventuell sinnvoll, das Postbank Depot für Sparpläne und größere Positionen zu nutzen, die man lange hält. Zudem könnte man für die kurzfristigen Trades einen der Gratisbroker einsetzen.

Anleger mit mehr als 20 Trades im Monat

Persona für Heavy Trader

Ampel für Heavy TraderVieltrader werden das Postbank Depot sicher nicht als Hauptdepot in Betracht ziehen. Dafür ist es auch nicht gemacht. Durch die fehlende App ist bei jedem Login die Generierung einer TAN auf dem Smartphone nötig. Auch eine Session-TAN-Funktion fehlt. Wenn, dann kommt das Produkt für Heavy Trader als Ergänzung zum Postbank Girokonto in Frage.

Postbank Depot Testergebnis

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Wer schreibt hier?

Oliver Drägert
Ich bin der Gründer von Depotscanner.de. Seit den Neunzigerjahren fasziniert mich die Börsenwelt. Mein Motto: Die beste Zeit zum Investieren ist genau jetzt - es gibt immer Chancen. Außerdem entwickle ich gern Websites. Nimm einfach Kontakt mit mir auf, falls du Fragen zu diesem Beitrag oder meinem Finanzblog hast.
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