Flatex Test: Niedrige Kosten, prima Tools – ein Broker für aktive Trader

Flatex Test - Details einer Aktie auf dem Smartphone Gesamtnote4.0 / 5

Flatex ist ein kostengünstiger Online Broker mit Sitz in Frankfurt am Main. Bereits seit 2006 ist er am Markt vertreten. Den gewonnenen Preisen nach zu urteilen, ist er bei den Anlegern sehr beliebt. Aber ist der Online-Broker in der Praxis wirklich so günstig? Das klärt unser Flatex Test.

In diesem Erfahrungsbericht vergleichen wir die Preise mit denen anderer Wertpapierdepots. Außerdem haben wir in einem echten Depot das TAN-Verfahren ausprobiert. Zuletzt prüfen wir die Alltagstauglichkeit des deutschen Brokers.

Was wird geboten?

  • Kostenlose Depoteröffnung
  • Ab 5,90 € Orderprovision
  • 250 ETF-Sparpläne kostenfrei
  • Riesiges Angebot an Hebelprodukten
  • Professionelles Online-Brokerage

Flatex Kosten

Mit unserem Gebührenrechner kannst du leicht die Orderprovision des Brokers ermitteln. Gib einfach an, wieviele Transaktionen (Käufe und Verkäufe) und wieviele Sparpläne du im Monat ausführen möchtest.

17,70 €
Orderprovision für Aktien und ETFs zzgl. Fremdkosten / Sonderangebote und Rabatte nicht berücksichtigt / Irrtümer und Änderungen vorbehalten

Eine Flatrate für Wertpapiere?

Der Name Flatex lässt vermuten, dass es sich um eine Flatrate für Wertpapiere handelt. Aber wer jetzt glaubt, er zahlt im Monat eine Summe X und kann so viel handeln wie er möchte, der irrt leider.

Auch bei Flatex fällt für jeden Kauf und für jeden Verkauf eine Transaktionsgebühr an. Jedoch ist deren Höhe flat – unabhängig vom Ordervolumen. Ob du also eine Aktie oder 100 Aktien eines Unternehmens orderst, spielt keine Rolle. Es bleibt bei einer fixen Ordergebühr pro Transaktion.

Niedrige Orderprovisionen

Die Orderprovisionen schwanken laut Flatex Preisliste zwischen 0 € beispielsweise für ETF-Sparpläne und 15,90 € für Zertifikate mit einem Kurswert von 1.000 € oder mehr. In aller Regel wird man es jedoch mit einem Preis zu tun haben – und zwar mit 5,90 €. Das ist gut in unserer Vergleichstabelle mit praxisnahen Beispielkäufen zu erkennen.

Gebühren für Beispielkäufe ausgerechnet

Tesla
für 1.000 €
Apple
für 2.500 €
SAP
für 5.000 €
VW
für 10.000 €
Bayer
für 20.000 €
5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €
4,00 €4,00 €5,00 €10,00 €20,00 €
10,00 €10,00 €10,00 €10,00 €25,00 €
8,99 €11,24 €17,49 €29,99 €54,99 €
9,90 €11,15 €17,40 €29,90 €54,90 €
9,95 €11,20 €17,45 €29,95 €54,95 €
9,95 €17,95 €29,95 €39,95 €54,95 €
50 €
im Monat
100 €
im Monat
250 €
im Monat
500 €
im Monat
1.000 €
im Monat
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,90 €0,90 €0,90 €0,90 €0,90 €
1,00 €1,00 €1,00 €1,00 €1,00 €
0,80 €0,80 €0,80 €1,00 €2,00 €
1,50 €1,50 €1,50 €1,50 €1,50 €
0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €15,00 €
0,75 €1,50 €3,75 €7,50 €15,00 €
1,25 €2,50 €6,25 €12,50 €25,00 €
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MDAX
für 1.200 €
S&P 500
für 8.000 €
DAX
für 16.000 €
Nasdaq
für 24.000 €
MSCI World
für 50.000 €
5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €5,90 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €0,00 €
5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €5,00 €
10,00 €10,00 €25,00 €25,00 €25,00 €
4,00 €8,00 €16,00 €24,00 €50,00 €
8,99 €24,99 €44,99 €54,99 €54,99 €
9,90 €24,90 €44,90 €59,90 €59,90 €
9,95 €24,95 €44,95 €64,95 €69,00 €
9,95 €39,95 €54,95 €54,95 €69,95 €
Orderprovision für Aktien und ETFs zzgl. Fremdkosten / Sonderangebote und Rabatte nicht berücksichtigt / Irrtümer und Änderungen vorbehalten

Die Flatex Gebühren von 5,90 € pro Trade kann man als günstig bezeichnen. Obgleich es Online Broker gibt, die noch weniger verlangen bzw. bei denen du gänzlich ohne Provision handelst. Dennoch muss man abwägen, was man bekommt. Flatex bietet die deutsche Einlagensicherung und einige inländische Handelsplätze. Hierzu aber später mehr.

Depoteröffnung kostenfrei, Depotführung nicht ganz

Die Eröffnung eines Flatex Kontos ist grundsätzlich kostenfrei. Auch ein Mindestumsatz wird nicht verlangt. Allerdings berechnet Flatex für die Depotführung 0,1 % vom Kurswert pro Jahr. Ist das viel? Wir schauen uns das mal etwas genauer an.

Ein Beispiel: Hat dein Flatex Depot 3 Monate in Folge einen Kurswert von 6.000 €, dann berechnet sich die Gebühr so: Jeweils zum Monatsende stellt Flatex 1/12 von 0,1 % in Rechnung. 6 € geteilt durch 12 ergibt 0,50 € Gebühren pro Monat.

Flatex Test: Ein Blick in die Preisliste

Für die meisten angebotenen Börsen verlangt Flatex eine Provision von 5,90 € pro Order. Lediglich an nordamerikanischen Börsen entstehen oberhalb von 40.000 € weitere Kosten.

Günstiger tradest du bei Flatex mitunter Zertifikate und Hebelprodukte. Hierfür hat Flatex 3 Kategorien von Partner-Banken im Angebot: Platin, Gold und Silber. So gibt es z.B. Optionsscheine eines Partners mit Platin-Rang, die zum Nulltarif geordert und verkauft werden können.

Wer Zertifikate im Wert von 1.000 € oder mehr handeln möchte, muss 15,90 € Provision berappen.

InlandAusland
Aktien, ETF
Börsenhandel
5,90 €5,90 €
Aktien, ETF
außerbörslich
5,90 €5,90 €
Zertifikate < 1.000 €0 – 5,90 €0 – 5,90 €
Zertifikate >= 1.000 €15,90 €15,90 €
Änderungen und Irrtümer vorbehalten

250 kostenfreie ETF-Sparpläne

Mehr als 1.000 sparplanfähige ETFs führt Flatex. Die Kosten für ETF-Sparpläne belaufen sich auf maximal 1,50 € pro Ausführung. 250 ETFs von Lyxor, db x-tracker und Amundi können sogar ohne Kosten bespart werden.

Günstige Börsengebühren

Flatex bietet eine Reihe von Handelsplätzen, bei denen die Börsengebühren pauschal 2,00 € pro Transaktion betragen. Im Detail sind das: Tradegate, Quotrix, Lang & Schwarz, Baader Bank und gettex. An diesen elektronischen Börsen kannst du ein großes Angebot an Wertpapieren handeln. Bei weiteren Börsen sind die Fremdkosten variabel.

Keine Kosten für Orderänderungen und -streichungen

Erfreulicherweise sind Limits, Änderungen sowie Streichungen von Aufträgen bei Flatex kostenfrei. Der Überziehungszins von 7,90 % p.a. fällt ebenfalls moderat aus.

Kosten4.0 / 5

Flatex zählt zu den günstigen Online Brokern. Damit ist der Anbieter aus Frankfurt prädestiniert für den regen Handel, z.B. mit Aktien oder Zertifikaten. Da Flatex für einen Online Broker eine recht große Auswahl an Handelsplätzen bereit hält, geht die Fremdkostenpauschale in Höhe von 2 € in Ordnung. Zwar verlangt Flatex eine (geringe) Depotführungsgebühr. Dafür entfallen jedoch die bei einigen anderen Online Brokern üblichen Negativzinsen.


Einlagensicherung

Zu Flatex gehört die Flatex Bank AG. Als deutsches Finanzinstitut wird diese von der BaFin kontrolliert. Die Aufsichtsbehörde genießt weltweit einen guten Ruf.

Wie sicher ist mein Geld bei dem Online-Broker?

Die Flatex Bank AG ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken. Dadurch sind Guthaben bis zu 100.000 € pro Kunde gesichert. Demzufolge bekommst du das Geld auf deinem Cash-Konto bis zu dieser Grenze von einem Sicherungsfond erstattet, sollte Flatex einmal zahlungsunfähig sein.

Das bezieht sich nur auf dein geparktes und nicht auf dein angelegtes Vermögen. Denn die Aktien, ETFs, Anleihen und Zertifikate in deinem Depot sind davon nicht betroffen. Dabei handelt es sich um dein Eigentum, das selbst bei einer Insolvenz deines Brokers nicht einbehalten werden darf.

Bei der Pflichtgrenze von 100.000 € ist bei Flatex allerdings auch schon Schluss. Die freiwillige Bereitschaft, auch darüber hinaus gehende Guthaben auf dem Cash-Konto abzusichern, bietet Flatex nicht. Jedoch: Viele Konkurrenten, insbesondere die Banken aus Deutschland, tun dies.

Warum ist das so? Keine Bank hat ein Interesse daran, dass Kunden hohe Beträge auf ihrem Konto parken. Die Institute verdienen daran nichts und müssen hingegen sogar Strafzinsen zahlen. Also ist ihre Motivation gering, Kundengelder über die Pflichtgrenze hinaus abzusichern.

Diejenigen, die es doch tun – wie beispielsweise das Postbank Depot (Test) – geben in der Regel die Strafzinsen ab einem Guthaben von 100.000 € an ihre Kunden weiter.

Risiko3.5 / 5

In Sachen Sicherheit des eingezahlten Gelds kann der Broker im Flatex Test mit zwei Argumenten punkten: Die Kontrolle durch die BaFin und die Einlagensicherung von 100.000 €. Das ist eine ordentliche Absicherung für einen Online Broker. Sie kann jedoch nicht mit dem Grad an Risikominimierung mithalten, den viele Banken und tatsächlich auch einige Konkurrenten aus dem Umfeld der Online Broker zu bieten haben.


Depot eröffnen

Wie schlägt sich Flatex bei der täglichen Benutzung? Die Einrichtung unseres Flatex Test-Depots verlief erwartungsgemäß einfach und zum größten Teil digital. Zunächst muss auf der Website eine E-Mail-Adresse angegeben werden. Dann beginnt die eigentliche Eröffnung. Sie erfolgt in drei Schritten:

1. Online-Formular ausfüllen

Auf der Flatex Website gibst du einige Informationen ein. Neben deinen persönlichen Daten wie Name und Anschrift gehört auch das Referenzkonto dazu. Dieses Konto wird mit deinem Flatex Account verknüpft und künftig für Abbuchungen sowie Gutschriften genutzt.

Das Online-Formular ist schnell ausgefüllt – auch auf dem Smartphone. Übrigens: Auch wenn du später ausschließlich über die Flatex App handeln möchtest, musst du für die Depoteröffnung einmal die Website besuchen.

2. Dokumente herunterladen

Auf der nächsten Seite steht eine Reihe von PDF-Dokumenten zum Download. Darunter sind ein ausführliches Preis- und Leistungsverzeichnis sowie Informationen für die Ausführung von Aufträgen. Alle Dokumente kannst du mit einem Klick herunter laden. Es empfiehlt sich, sie auf dem Rechner oder in der Cloud zu sichern.

Nachdem du die Dokumente geladen hast, findest du rechts unten den Button „Konto jetzt eröffnen“. Ein Klick darauf – und dein Flatex Depot ist grundsätzlich angelegt. Um dich einloggen zu können, fehlt aber noch ein wichtiger Schritt: deine Legitimation. Denn bis hierher könnte ja auch jemand anderes den Antrag mit deinen Daten ausgefüllt haben.

3. Legitimieren via PostIdent

Für die vorgeschriebene Legitimation setzt Flatex auf PostIdent. Dies ist das bewährte Verfahren der Post, bei dem man früher am Postschalter den Nachweis über die Echtheit seiner Identität erbracht hat.

Heute gibt es auch eine PostIdent-App, die dir den Gang in die Filiale und das Schlangestehen dort erspart. Entscheidest du dich für diesen Weg, dann installierst du die PostIdent App auf deinem Smartphone und startest die Legitimation mit einer Vorgangsnummer, die dir Flatex mitgeteilt hat.

Im Gespräch mit der Post-Mitarbeiterin im Videocallcenter musst du deinen Ausweis parat halten. Ihn hältst du nach Anweisung mehrfach vor die Kamera deines Smartphones. Die freundliche Beraterin stellt dir ein paar Fragen, zum Beispiel für welchen Zweck du ein Depot bei Flatex eröffnen möchtest. Das Gespräch dauert in der Regel etwa 5 Minuten.

Damit hast du bereits alles getan, was für die Eröffnung eines Flatex Depots notwendig ist. Jetzt heißt es: Warten. Zum Glück verschickt Flatex die Unterlagen meistens noch am gleichen Tag. Dennoch vergehen so ein bis zwei Werktage, bis du deine Zugangsdaten und deine iTAN-Karte im Briefkasten findest.

Eröffnen4.5 / 5

Die Depoteröffnung bei Flatex zählt zu den einfachen und kundenfreundlichen in unserem Test. Das Antragsverfahren findet komplett online statt. Du hast die Wahl, ob du für die Legitimation eine Postfiliale besuchen oder die PostIdent App nutzen möchtest. Etwas schade ist, dass Flatex nicht komplett auf Papier verzichtet. Deshalb musst du auf den Brief mit der iTAN-Karte warten, bis du dein neues Depot zum ersten mal betreten kannst.


Login und TAN

Flatex Test: Einfacher Zugang zum Depot

Für das Login ins Depot setzt Flatex auf die Kombination aus Nutzernamen (bzw. Kundennummer) und Passwort. Solltest du diese Informationen im Passwort-Manager deines Webbrowsers gespeichert haben, so bist du mit nur zwei Mausklicks eingeloggt.

Hingegen haben es Nutzer der App noch einfacher. Sie entriegeln Flatex mit der Fingerabdruck- bzw. Gesichtserkennung ihres Smartphones.

Nach dem Login kann man beispielsweise den Depotbestand begutachten und Recherchen für Zukäufe mit Echtzeitkursen anstellen. Jedoch um ein Wertpapier zu ordern, ist wie für alle anderen Aufträge eine TAN nötig. Flatex bietet dafür zwei unterschiedliche Verfahren an.

iTAN-Karte – etwas umständlich, aber immer verfügbar

Das Standard-Verfahren, welches nach der Eröffnung deines Flatex Depots zur Verfügung steht, ist die klassische iTAN. Sie funktioniert so: Du bekommst mit deinen Zugangsdaten eine iTAN-Karte per Post zugeschickt. Auf dieser kleinen Karte im EC-Format findest du eine Tabelle mit Codes. Sie hat Spalten von 1 bis 9 und Zeilen von A bis M.

Wenn du einen Auftrag absenden möchtest, dann nennt dir Flatex drei Buchstaben-/Zahlenkombinationen – z.B. „A9 L1 C2“. Du suchst auf deiner iTAN-Karte die Zeile A und die Spalte 9. Dann tippst du den Code ein, der in diesem Feld steht. Das wiederholst du mit L 1 und C 2. Somit entsteht eine mitunter mehr als 10-stellige, sichere TAN.

Mit der Session-TAN erspart man sich das wiederkehrende Erzeugen einer TAN.
Flatex iTAN: Von einer Karte überträgst du drei Zahlencodes in das Feld.

Dieses Prozedere klingt umständlich. War es in unserem Flatex Test auch. Zudem sorgte es bei der Nutzung auf dem Smartphone gern mal für den einen oder anderen Vertipper.

Aber: Es ist sicher und immer verfügbar. Es funktioniert auch dann, wenn du dein Smartphone nicht zur Hand hast oder der Akku gerade leer ist. Dann kannst du dich immer noch an einem PC oder Tablet in die Webfiliale einloggen und Aufträge via iTAN freigeben.

Das Handy benötigst du zwingend für das zweite, zeitgemäßere TAN-Verfahren namens „flateXSecure“.

flateXSecure – die moderne TAN-App im Flatex Test

flateXSecure ist eine App, die eine TAN generiert und diese automatisch an Flatex weiterleitet. Hierbei musst du lediglich per Swipe den Auftrag auf deinem Mobiltelefon freigeben. Du ersparst dir das Suchen und Eintippen einer iTAN. So läuft das Ganze in der Praxis ab:

Zunächst lädst du die App flateXSecure aus dem Appstore bzw. Google Play Store auf dein Smartphone. Du verknüpfst sie nach einer einfachen Anleitung mit deinem Depot. Von jetzt an steht dir neben dem iTAN-Verfahren auch das flateXSecure zur Freigabe von Aufträgen zur Verfügung.

Begeisterte im Flatex Test: flateXsecure ist das Sicherheitsverfahren, das die TAN ersetzt.
flateXSecure: Mit einem Swipe (Fingerwisch) wird eine TAN erzeugt.

Möchtest du einen Auftrag mit flateXSecure freigeben, dann wählst du dieses TAN-Verfahren aus und sendest den Auftrag ab. In diesem Moment erscheint eine Push-Nachricht auf deinem Handy. Du tippst darauf, und es erscheint die flateXSecure App.

Hier gibst du den Auftrag per Swipe (Fingerwisch) frei. Deine Freigabe wird automatisch an Flatex weiter geleitet und dein Auftrag somit ausgeführt.

Eine für alles – die Session TAN

Um das TAN-Handling noch etwas einfacher zu machen, gibt es bei Flatex die Session TAN. Mit ihr ist das Erzeugen einer TAN nicht mehr bei jedem einzelnen Auftrag nötig. Mit der Session TAN erledigst du das einmalig beim Login. Diese ist für die gesamte Dauer deines Besuchs gültig.

Sie verfällt erst, wenn du dich selbst bei Flatex abmeldest. Oder wenn das System nach 30 Minuten Inaktivität sicherheitshalber ein automatisches Logout vornimmt. Nur für einige wenige Aktionen, wie z.B. eine Überweisung von deinem Cash-Konto, gilt die Session TAN nicht.

Login4.0 / 5

Das Login ins Depot ist bei Flatex prima gelöst. Die Freigabe von Aufträgen mit der iTAN-Karte wirkt hingegen wie aus einer anderen Zeit. Zum Glück hat Flatex ein zweites, digitales TAN-Verfahren im Angebot. Mit flateXSecure steht eine App bereit, deren Aufgabe es ist, ein Schlüssel für Aufträge zu sein. Ein Lob verdient sich Flatex für die Session TAN. Mit ihr musst du nur einmalig zu Beginn eine TAN erzeugen.


Alltag

Das Online-Brokerage bei Flatex trägt den Namen „Webfiliale“. Sie ist nicht zu verwechseln mit dem „Flatex Trader“. Hierbei handelt es sich um ein Tool für Profis. In diesem Bericht testen wir die Webfiliale, die für Privatanleger gedacht ist. Sie lässt sich über drei Wege aufrufen:

  1. Im Webbrowser am PC oder Mac
  2. Im mobilen Webbrowser auf dem Smartphone oder Tablet
  3. Über die Flatex App

In allen drei Fällen sieht die Webfiliale annähernd gleich aus und bietet einen ähnlichen Funktionsumfang. Also ist die Wahl des bevorzugten Geräts dem Kunden überlassen. Diese Vielfalt an Zugangsmöglichkeiten ist ein Pluspunkt.

Flatex Test: Kauf einer VW-Aktie

Für den Flatex Test entscheiden wir uns für die Webfiliale auf dem Desktop-Rechner und kaufen eine VW-Aktie. Dafür nutzen wir zunächst die Suche. Hier kann man nach Namen, WKN und ISIN suchen.

Die Wertpapiersuche im Flatex-Depot
Die Suchfunktion bei Flatex erkennt oft schon beim Tippen den gewünschten Wert – und zeigt auch gleich den aktuellen Kurs an.

Alle drei Möglichkeiten führen schnell zum Ziel. In der Regel werden schon beim Tippen die passenden Werte angezeigt. Gerade die Suche nach ISIN wie in unserem Beispiel verläuft nicht bei allen Online Brokern immer erwartungsgemäß. Bei Flatex schon.

Umfangreiche Informationen und Details zur VW-Aktie
Die Detailansicht der VW-Aktie bei Flatex. Hervorragend gelöst: Es finden sehr viele Informationen auf dem Bildschirm Platz, ohne dass Scrollen nötig ist. Die meisten Kurse erscheinen in Echtzeit.

Die Detailansicht des gesuchten Werts ist klar gegliedert. Sie wirkt trotz der Fülle an Informationen aufgeräumt. Im Oberen Bereich gibt es Basisinformationen und Charts. In der unteren Bildschirmhälfte erscheinen die Handelsplätze sowie Echtzeit-Kurse.

Hier finden sich auch die Buttons für den Kauf und den Verkauf des dargestellten Wertpapiers. Dahinter kann man mit „RT“ einen Relative-Kurs abfragen (falls er nicht schon automatisch eingeblendet wird). Der Button „WL“ befördert das dargestellte Wertpapier auf die Watchlist.

Reduzierte Auswahl an Handelsplätzen

Apropos Handelsplätze: Flatex bietet seit Kurzem nicht mehr alle deutschen Börsen zum Handel an. So sucht man regionale Parkettbörsen vergeblich. Dennoch hat Flatex eine recht große Auswahl an elektronischen deutschen Plattformen zu bieten. Am Beispiel der VW-Aktie sind dies Tradegate, XETRA, Quotrix, gettex, Lang & Schwarz und die Baader Bank.

Zurück zum Kauf der VW-Aktie. Nach dem Klick auf den grünen Button bei einer Börse deiner Wahl gelangst du in den Order-Dialog. Die interessanten Felder sind hier die Handelsart und die Stückzahl. Bei der Handelsart hast du die Wahl zwischen zwei Methoden.

Limitorder oder Preisanfrage?

Der Begriff „Limitorder“ ist an dieser Stelle vielleicht etwas irreführend. Denn die Limitorder wird mit der Option „Market“ auch ohne Limit ausgeführt. Dann wählt Flatex den besten verfügbaren Preis am Markt. Wenn du das möchtest – oder auf eine der üblichen Limit-Varianten zurückgreifen willst – dann wählst du die Handelsart Limitorder.

Im Unterschied dazu gibt es die „Preisanfrage“. In diesem Fall schlägt Flatex einen Preis in Echtzeit vor. Du bekommst eine kurze Zeitspanne von 10 bis 20 Sekunden um zu entscheiden, ob du das Angebot annehmen möchtest. Falls ja, dann kaufst oder verkaufst du zu genau diesem Preis. Falls nicht, dann verfällt die Preisanfrage.

Realtime-Trading bei Flatex
Echtzeit-Preisanfrage bei Flatex: 20 Sekunden bleiben um das Preisangebot zu akzeptieren.

Welche Handelsart nun die bessere Wahl ist, hängt auch vom persönlichen Geschmack ab. Der routinierte Anleger, der eine klare Preisobergrenze im Blick hat und zur Not auch mit einem No-Deal leben kann, bevorzugt sicher die klassische Limitorder.

Wer die Entscheidung gern bis zum letzten Cent in der eigenen Hand hat und sofort ein Ergebnis sehen möchte, der ist mit der Preisanfrage gut beraten.

Für Vieltrader geeignet: Die Depotübersicht

Der Depotbestand informiert über den aktuellen Inhalt und die Wertentwicklung deines Flatex Depots. Die Übersicht bei Flatex wirkt professionell: Viele Informationen im sofort sichtbaren Bereich des Bildschirms.

Die Flatex Depotübersicht dürfte auch erfahrene Anleger zufrieden stellen.
Kleine Schrift, viele Infos auf einen Blick: Die Depot-Übersicht von Flatex dürfte auch den ambitionierteren Privatanleger überzeugen.

Flatex ist eben für Anleger gemacht, die oft und gern in ihr Depot schauen und dieses auch häufig für Zukäufe und Verkäufe nutzen. Als Einsteiger muss man sich hingegen erstmal ein wenig eingewöhnen.

Das begeisterte uns noch im Flatex Test

Außerdem fielen uns diese Funktionen positiv während der Testkäufe im Flatex Test auf:

  • Erstens: Um Einsteigern das Online-Brokerage näher zu bringen, gibt es die Flatex Akademie. Hier wird in Webinaren und Schulungsvideos alles erklärt, was man zum Börsenhandel via Flatex wissen muss.
  • Zweitens: Für erfahrene Nutzer, die im Handel mit Zertifikaten aktiv sind, bietet Flatex eine hervorragende Hebelsuche an. Hier findet sich nach eigenen Angaben Deutschlands größtes Angebot an Hebelprodukten und Zertifikaten.
Alltag4.0 / 5

Mit der Flatex Webfiliale bekommt man ein fast schon professionelles Tool für den intensiven Handel mit Wertpapieren. Es arbeitet flüssig, ist auf allen gängigen Geräten nutzbar und macht dank der Echtzeit-Kurse richtig Spaß. Erfahrene Nutzer werden an der hervorragenden Hebelsuche und dem riesigen Angebot an Zertifikaten ihre Freude haben. Kleiner Wermutstropfen: An deutschen Regionalbörsen konnte in unserem Flatex Test nicht gehandelt werden.


Fazit

Für wen eignet sich Flatex?

Anleger mit etwa 1 Trade im Monat

Persona für Smart Investor

Ampel für Smart InvestorWer wenig handelt und/oder den Einstieg in die Geldanlage an der Börse sucht, wird sich über die Flatex Akademie freuen. Z.B werden hier sehr empfehlenswerte Webinare angeboten. Hingegen könnte der Funktionsumfang der Webfiliale auf den einen oder anderen etwas komplex wirken. Dafür stößt das Depot aber auch nicht so schnell an seine Grenzen, wenn der Erfahrungsspiegel mit der Zeit steigt.

Anleger mit 2 bis 5 Trades im Monat

Persona für Active Investor

Ampel für Active InvestorKostenlose Sparpläne und der günstige Handel mit Aktien und ETFs machen Flatex zum Tipp für aktive Anleger. Dabei bleibt dir die Wahl, ob du dein Wertpapierdepot am Desktop-PC oder auf mobilen Geräten benutzen möchtest. Die angebotenen Recherchemöglichkeiten und Suchtools werden auch höheren Ansprüchen gerecht.

Anleger mit 6 bis 20 Trades im Monat

Persona für Easy Trader

Ampel für Easy TraderAm besten ist Flatex für den ambitionierten privaten Anleger geeignet. Erstens bietet der Broker für die langfristige Strategie kostenfreie ETF-Sparpläne und einen günstigen Aktienhandel. Zweitens hat er für die kurzfristige Gelegenheit eine hervorragende Hebelsuche mit einer entsprechenden Fülle an Zertifikaten im Portfolio.

Anleger mit mehr als 20 Trades im Monat

Persona für Heavy Trader

Ampel für Heavy TraderAuf Grund der fast schon professionellen Features in der Webfiliale, kann Flatex auch bei Vieltradern punkten. Der Broker ist sehr gut für den regen Handel mit Aktien, ETFs und Derivaten aufgestellt. Dafür bietet er nicht nur tolle Tools und niedrige Gebühren. Die Paradedisziplin von Flatex ist der Handel mit Hebelprodukten. Dafür stehen eine hervorragende Suchfunktion und eine große Auswahl zur Verfügung.

Flatex Testergebnis

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Wer schreibt hier?

Oliver Drägert
Ich bin der Gründer von Depotscanner.de. Seit den Neunzigerjahren fasziniert mich die Börsenwelt. Mein Motto: Die beste Zeit zum Investieren ist genau jetzt - es gibt immer Chancen. Außerdem entwickle ich gern Websites. Nimm einfach Kontakt mit mir auf, falls du Fragen zu diesem Beitrag oder meinem Finanzblog hast.
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